
Sankt Onlein ist ein soziales Netzwerk aus Österreich. Der grundlegende Unterschied zu Facebook ist der Wortschatz. Die Ausdrücke bei Sankt Onlein klingen so, wie sie (in Österreich) auch wirklich auf der Straße gesagt werden.
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Sankt Onlein nennt sich “die digitale Hauptstadt Österreichs” symbolisiert aber gleichzeitig die ganze Republik. Hintergrundbilder auf verschiedenen Unterseiten sind zum Beispiel nach der Region ausgewählt, wo ein Nutzer herkommt. So sehe ich beim Bildupload (im “Schaufenster”) das Dreiländereck um den Bodensee.
Im Willkommenstext der Netzwerkbetreiber heißt es: “Den Zuckerberg kennen wir zwar vom Hören-Sagen, den Großglockner aber persönlich- schöne Grüße, übrigens.”
Die Funktionen bei Sankt Onlein ähneln denen Facebooks: surfen, kommunizieren, Fotos und Videos hochladen, lesen.
Warum Onleinerisch? Die Betreiber argumentieren damit, dass sie “im echten Leben auch nicht Hochdeutsch oder Englisch” als Sprache benutzen. Der Otto-Normal-Internetnutzer aus Österreich tut dies aber, wenn er online ist. Dagegen hätten die Sankt Onlein-Betreiber eigentlich nichts – “aber wie man spricht, so denkt man, und wir denken nun mal im Dialekt, Du nicht?”
Ein Auszug aus der Liste von Definitionen Onleinerischer Wörter:
| herzeigen “Früher: “teilen”. Aber warum teilen, wenn Du alles haben kannst?”find’ ich gut “auch: gefällt mir, like (aber eigentlich findest Du´s gut, darum heisst es auch so)”an-leuten jemandem eine Freundschaftsanfrage sendenUnd aus der Beziehungskiste: (“typisch österreichische Bezeichnung für alles rund um das Partnerschaftsverhältnis. (Wann hast Du das letzte mal Deinen besten Freund gefragt, wie sein “Beziehungsstatus” ist?)”)anbratbar – “vollkommen offener Beziehungsstatus, Notstand, am Markt”unterm Schlapfn – “‘liiert’ sagen die feinen Leut´- aber wer ist das schon?” |
Datenschutz und Transparenz
In Sachen Datenhandhabung und -schutz hebt sich Sankt Onlein von der Konkurrenz ab. Nutzerinnen und Nutzer haben das Recht nicht nur auf Richtigstellung aller über sie gespeicherten Daten, sondern auch auf Löschung.
Für bis zu drei Kontaktgruppen können Nutzer unterschiedliche Profilbilder hochladen. “Denn am Magistrat zeigst Du dich auch anders, als am Stammtisch”).
Außerdem heben die Betreiber hervor, sei Sankt Onlein ein österreichisches Unternehmen mit Gerichtsstand in Wien – somit befinde sich die Plattform auf österreichischem Rechtsboden, was einem Reisen nach Kalifornien erspare.
Was Idiomator an Sankt Onlein gefällt: Bewusster Umgang mit Sprache, Transparenz und Humor.


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